Checkliste: Die Brandschutzbegehung im Betrieb
(Fokus 2026)
Regelmäßige Brandschutzbegehungen helfen, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit im Betrieb zu gewährleisten. Doch worauf achten Experten wirklich, wenn sie durch eine Werkshalle oder ein Bürogebäude in München gehen?
Die Brandschutzbegehung ist das Herzstück des organisatorischen Brandschutzes. Sie dient nicht der Schikane der Mitarbeiter, sondern der aktiven Haftungsminimierung für die Geschäftsführung. Gemäß DGUV Information 205-003 und der ASR A2.2 ist die regelmäßige Kontrolle der Arbeitsstätte unumgänglich.
Hier ist unsere Experten-Checkliste für Ihre nächste Begehung:
1. Flucht- und Rettungswege (Die Lebensversicherung)
Der häufigste Mangel in Münchner Betrieben: Der Flur wird als "kurzzeitiges" Lager genutzt.
- Freihaltung: Sind alle Flure, Treppenräume und Ausgänge in voller Breite frei von Hindernissen (Paletten, Kopierer, Müll)?
- Kennzeichnung: Sind die Rettungswegzeichen (nach DIN EN ISO 7010) gut sichtbar und leuchten (bei Notbeleuchtung) ordnungsgemäß?
- Türen: Lassen sich alle Notausgangstüren leichtgängig in Fluchtrichtung öffnen? Sind sie unverschlossen?
- Brandschutztüren: Sind Feststellanlagen funktionsfähig? (Achtung: Niemals Brandschutztüren mit Holzkeilen offenhalten!)
2. Feuerlöscheinrichtungen (Die Ersthelfer)
Ein Feuerlöscher, der nicht funktioniert oder nicht gefunden wird, ist wertlos.
- Sichtbarkeit: Sind die Standorte der Feuerlöscher durch Piktogramme (F001) deutlich gekennzeichnet?
- Zugänglichkeit: Sind die Löschgeräte frei zugänglich oder durch Schreibtische/Schränke verstellt?
- Prüffristen: Ist die nächste Wartung (alle 2 Jahre nach DIN 14406-4) noch gültig?
- Wandhydranten: Sind die Schränke verplombt und die Schläuche trocken/sauber?
3. Gefahrenquellen & Ordnung (Prävention)
Brände entstehen oft durch Nachlässigkeit im Detail.
- Elektrische Geräte: Gibt es offensichtliche Defekte an Kabeln oder Mehrfachsteckdosen (Kaskadierung verboten)?
- Gefahrstoffe: Werden brennbare Flüssigkeiten in Sicherheitsschränken gelagert? Ist das Gefahrstoffverzeichnis aktuell?
- Zündquellen: Sind Raucherbereiche klar definiert und mit Sicherheitsaschenbechern ausgestattet?
- Ordnung: Sind Müllcontainer und Papierlager weit genug vom Gebäude entfernt (Schutz gegen Brandstiftung)?
4. Dokumentation & Organisation
Im Ernstfall zählt die Vorbereitung.
- Brandschutzordnung: Hängt Teil A aktuell aus? Sind Teil B und C den Verantwortlichen bekannt?
- Flucht- und Rettungspläne: Sind die Pläne auf dem aktuellen Stand des Gebäudes und farbecht (nicht ausgeblichen)?
- Brandschutzhelfer: Ist die Anzahl der geschulten Helfer (ca. 5 % der Belegschaft) noch ausreichend?
Der Profi-Tipp: Digitales Protokoll statt Klemmbrett
In der modernen Brandschutzberatung in München setzen wir auf digitales Mängelmanagement. Anstatt Mängel mühsam abzutippen, werden diese während der Begehung per Tablet erfasst, fotografiert und direkt dem zuständigen Abteilungsleiter mittels Mängelsoftware zugewiesen.
Vorteile der digitalen Begehung:
- Rechtssicherheit: Die lückenlose Historie beweist im Schadensfall Ihre Sorgfaltspflicht gegenüber der Versicherung.
- Termintreue: Unser System erinnert Sie automatisch an die Fristen zur Mängelbehebung.
- Transparenz: Sie sehen auf einen Blick den Sicherheitsstatus Ihres gesamten Standorts.
Fazit: Agieren statt Reagieren
Eine Brandschutzbegehung sollte mindestens einmal jährlich (bei hoher Gefährdung öfter) durchgeführt werden. Sie ist das effektivste Werkzeug, um teure Betriebsunterbrechungen und Personenschäden zu verhindern.
Benötigen Sie Unterstützung bei Ihrer nächsten Begehung? Wir führen professionelle Begehungen in Ihrem Betrieb in München durch und erstellen Ihnen ein rechtssicheres digitales Protokoll inklusive priorisierter Maßnahmenliste.
